Gelingt Lerchenfeld die Rückkehr in die 2. Liga interregional?
13.08.2026 Sport-ReportagenIn der vergangenen Saison waren die Klubs aus der Region Thun in der 2. Liga regional nicht vom Glück begünstigt. Dem FC Lerchenfeld fehlte am Schluss ein winziges Pünktchen, um die sofortige Rückkehr in die 2. Liga interregional zu bewerkstelligen. Jetzt wird ein neuer Anlauf gestartet, der Auftakt ist mit der 0:2-Niederlage beim FC Oberdiessbach nicht gelungen. Härter traf es letzte Saison den FC Heimberg. Obwohl er in einer beeindruckenden Aufholjagd die fünf letzten Spiele gewann, musste er in den sauren Apfel beissen und in die 3. Liga absteigen. Einzig für den FC Dürrenast verlief die Saison mit einem Platz im gesicherten Mittelfeld «normal». «Dürre» begann mir einem 2:1 über Aufsteiger Spiez die Meisterschaft erfolgreich.
Mit einem klaren Sieg über Etoile Carouge sind die FC-Thun-Frauen gestartet, die in die 1. Liga classic aufgestiegene U21 des FC Thun begann mit einem 2:2-Unentschieden im Visana Stadion gegen den FC Langenthal.
Über die Teams der 3. Liga und die regionalen Frauen berichten wir in der nächsten Ausgabe.
Pierre Benoit
Albert Spahiu, FC Lerchenfeld,
2. Liga regional, Gruppe 1
Vorjahr 2. Liga regional, Gruppe 1,
Platz 2, 26 Spiele/50 Punkte
1. Wir wollen als Mannschaft den nächsten Schritt machen und unsere Spielidee und Spielprinzipien weiterentwickeln, als Einheit noch geschlossener auftreten und trotz einiger Kadermutationen möglichst schnell zusammenfinden. Gleichzeitig möchten wir mit mehr Verantwortung auf den Platz gehen, mit der Überzeugung, jedes Spiel gewinnen zu wollen. Widerstände gemeinsam überwinden und in den entscheidenden Momenten unsere Leistung abrufen.
Wir wollen unsere Entwicklung auch in Resultaten widerspiegeln, den nächsten Schritt in der Meisterschaft machen und den Berner Cup gewinnen. Dafür werden wir Woche für Woche hart arbeiten, um unser Potenzial konsequent auf den Platz zu bringen.
2. Die Sommervorbereitung ist aufgrund der kurzen Pause und zahlreicher Ferienabwesenheiten jedes Jahr eine Herausforderung. Deshalb haben wir den Fokus bewusst auf intensive und qualitativ hochwertige Trainingseinheiten gelegt und nur wenige Testspiele absolviert. Gleichzeitig haben wir regelmässig Spieler vom eigenen Nachwuchs in den Trainings und Spielen integriert, um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen und wertvolle Erfahrungen im Aktivfussball zu sammeln. Wir sind überzeugt, dass in unserem Nachwuchs viel Potenzial steckt. Deshalb ist es wichtig, talentierten Junioren frühzeitig eine Plattform zu bieten, um den nächsten Entwicklungsschritt machen zu können.
3. Wir haben uns im Sommer gezielt verstärkt und insgesamt acht Neuzugänge integriert, um die sportliche Qualität weiter zu erhöhen. Mit Fitim Iseni, Arlind Neziri und Alessandro Valente dürfen wir drei Rückkehrer begrüssen. Zudem ist Ron Neuhaus von der U19 des FC Thun zu uns gestossen. Aus dem eigenen Nachwuchs wurde Colin Hofer ins Aktivkader übernommen, während Denis Ahmeti den Sprung aus der zweiten Mannschaft geschafft hat. Mit Iker Prudencio und Erdi Halili stossen zudem zwei Spieler aus Deutschland zu uns, die ihren Lebensmittelpunkt in die Region Thun verlegt haben.
Demgegenüber stehen sieben Abgänge, wobei zwei Spieler innerhalb des Vereins in die zweite Mannschaft gewechselt sind.
4. Wir möchten als geschlossene Einheit auftreten und mutigen, intensiven sowie dominanten Fussball spielen. Gleichzeitig wollen wir auf dem Platz mehr Verantwortung übernehmen, in jeder Phase des Spiels füreinander einstehen und mit einer klaren Siegermentalität auftreten. Zudem möchten wir variabler werden, um im Angriff noch gefährlicher zu sein, mehr Torchancen herauszuspielen und unsere Effizienz vor dem Tor zu steigern. Entscheidend ist für uns, dass jeder Spieler seinen Beitrag zum Erfolg der Mannschaft leistet und wir in jedem Spiel als Team auftreten.
Cagtay Iric, FC Dürrenast,
2. Liga regional, Gruppe 1
Vorjahr 2. Liga regional, Gruppe 1,
Platz 7, 26 Spiele/38 Punkte
1. Wir wollen die Abläufe stabilisieren und eine klare Spielidentität festigen. Mit zunehmender Erfahrung unseres jungen Teams sollen individuelle Fehler reduziert und die Konstanz erhöht werden. Wir wollen als geschlossene Einheit auftreten. Das Ziel besteht darin, dieses grosse Potenzial Schritt für Schritt in stabile Leistungen umzusetzen – mit Spassfaktor im Training und auf dem Platz.
2. Wir haben strukturiert geplant, hatten drei gute Freundschaftsspiele und haben in den Trainings die Motivation und den Teamgeist gefördert.
3. Abgänge: Manuel Crupi (FC Köniz), Fabrizio Rugoletti (FC Münsingen, 3. Liga). – Zuzüge: Mehdi Ali und Titi Bangoura (FC Breitenrain), Enes Iric (Muri-Gümligen).
4. Uns sind die Teamregeln wichtig. Wir haben klare Ziele gemeinsam festgelegt. Die Entwicklung als Team (Kultur) und gemeinsamer Visionen ist uns wichtig.
FC Thun – FC Langenthal 2:2 (1:1)
Visana Stadion. – 300 Zuschauer. – Tore: 3. M’Vondo-Ze 0:1. 10. Leon Grando 1:1. 62. Schläppi 1:2. 69. Amir Maaroufi 2:2.
FC Thun: Wälti; Wyder, Passavant, Seiler (63. Marti), Lafuma (73. Ballario); Cassese, Tirpanci; Grando, Wyss (63. Henzen), Jawara (90. Loboda), Maaroufi (73. Burkhardt).
FC Dürrenast – FC Spiez 2:1 (1:1)
Lachen. – 250 Zuschauer. – Tore: 12. Ueltschi 0:1. 20. Yannick Lüthi 1:1. 78. Ali Nehdi 2:1.
FC Dürrenast: Badertscher; Mehdi, Scott Krenger, Isman, Ammann (87. Bozaci); Grimm, Joshua Krenger (91. Glauser), Abbühl (58. Fetai), Bangoura (83. Rusiti); Haldi, Lüthi (67. Mema).
FC Oberdiessbach – FC Lerchenfeld 2:0
Leimen. – 200 Zuschauer. – Tore: 39. Frey 1:0. 70. Sommer 2:0.
FC Lerchenfeld: Läderach; Halimi, Rieder, Tharshan (77. Hofer), Jakob; Läubli (65. Lulaj), Maurer, Neuhaus (65. Fetaj), Santschi; Emurli (77. Abreu), Puric.
FC Thun – Etoile Carouge FC 5:0 (4:0)
Visana Stadion. – 300 Zuschauer. – Tore: 29. Céline Schmid 1:0. 40. Selina Jud 2:0. 44. Anfal El Yamani 3:0. 45+1. Jud 4:0. 75. El Yamani 5:0.
FC Thun: Teuscher; Céline Schmid, Heiniger (77. Wenger), Frei, Rumyanova; Shenia Schmid; Colpi (66. Almert), El Yamani (86. Martin); Jost (46. Grgic), Ueltschi, Jud (77. Minnig).






