OPTOMETRIE: Was ist eigentlich der Augendruck?

  12.03.2026 Publi-Reportagen

Vorsorge für die Augen 

Sehen gehört zu den wichtigsten Sinnen, die uns Orientierung und Sicherheit geben. Genau wie eine regelmässige Zahnreinigung, Darmkrebsvorsorge oder eine Brustuntersuchung, die seit Langem als Standard für Gesundheitsvorsorge gelten, ist auch die Augenvorsorge unverzichtbar. Was der Augendruck genau ist und warum er wichtig aber auch gefährlich sein kann erzählen Lukas Zurbuchen und Manuel Wiederkehr im Interview.

Manuel Wiederkehr & Lukas Zurbuchen im Interview

Was genau ist der Augendruck – und warum ist er so wichtig?
Lukas Zurbuchen:
Der Augeninnendruck ist der Druck der Flüssigkeit im Auge (Kammerwasser) auf die Aussenwand des Augapfels. Er hält die Form des kugelrunden Auges stabil. Ist er über längere Zeit zu hoch, kann der Sehnerv hinten im Auge Schaden nehmen, also ein grüner Star (Glaukom) entstehen.
Manuel Wiederkehr: Wichtig: Ein „normaler“ Bereich liegt zwischen 10 und 21 mmHg, aber entscheidend ist der individuelle Druck. Manche Menschen vertragen höhere Werte, andere brauchen tiefere. Darum messen wir nicht nur einmal, sondern alle 1-4 Jahre um ihn im Verlauf zu beobachten.

Also muss man den Augendruck wirklich in jedem Alter messen?
M:
Ja. Auch wenn das Glaukom häufiger im höheren Alter auftritt, ist eine frühe Basis-Messung im jungen Erwachsenenalter sinnvoll. Wer eine familiäre Vorbelastung hat (hoher Augendruck oder Glaukom), kurzsichtig ist oder eine systemische Krankheit (wie zum Beispiel Diabetes mellitus) hat oder aber über längere Zeit Kortison einnehmen muss, sollte besonders aufmerksam sein.
L: Der Augendruck kann übrigens - wie der Blutdruck auch - nicht gespürt werden.

Wie wird der Augendruck gemessen – tut das weh?

L: Nein. Es gibt kontaktlose Messungen (Luftstoss) und schmerzfreie Kontaktmessungen. Alle Methoden sind schnell, gut verträglich und liefern uns verlässliche Werte.
M: Zusätzlich berücksichtigen wir, wie dick die Hornhaut ist, weil dadurch das Messresultat beeinflusst werden kann. So kommen wir zu einer realistischen Einschätzung.

Reicht die Druckmessung allein, um ein Glaukom auszuschliessen, respektive um über den Gesundheitszustand der Augen zu urteilen?
M: Nein. Glaukom kann auch bei normalem Druck entstehen (Normaldruckglaukom). Deshalb schauen wir immer auch auf die Struktur des Sehnervs und der Nervenfaserschicht – hier kommt das OCT ins Spiel.
L: Ausserdem beurteilen wir den Sehnerv direkt im Auge mit einem Mikroskop und einer Lupe bei erweiterter Pupille. Struktur und Funktion müssen zusammenpassen.

Wozu braucht es das OCT?

L: Das OCT (Optische Kohärenztomografie) ist wie ein hochauflösender Scan (130'00 Scans pro Sekunde) durch Netzhaut und Sehnerv. Es misst die Dicke der Nervenfaserschicht auf einen Mikrometer genau.
M: Das OCT zeigt häufig frühe strukturelle Veränderungen, bevor sie im Alltag bemerkt werden. Ausserdem dient es als Baseline, um Verlauf über Jahre sicher zu beurteilen.

Warum wird eine Augenuntersuchung mit erweiterten Pupillen durchgeführt?
M: Mit Erweiterung sehen wir nebst dem Sehnervenkopf die Netzhaut bis in die Peripherie. Feine Veränderungen, kleine Blutungen, Netzhautlöcher, -ablösungen oder Degenerationen werden so entdeckt.
L: Die Kombination aus Druck, OCT und Beurteilung der Augengesundheit mit geweiteten Pupillen ist Goldstandard.
Nach der Erweiterung ist man wenige Stunden lichtempfindlich und das Nahsehen kann verschwommen sein. Autofahren ist in dieser Zeit nicht erlaubt.

Wie läuft ein typsicher Termin ab?

Wir beginnen jede Untersuchung mit einer ausführlichen Anamnese, um die Sehgewohnheiten, eventuelle Beschwerden und Vorerkrankungen zu erfassen. Anschliessend kommen verschiedene modernste Messgeräte zum Einsatz, die uns ein umfassendes Bild vom Gesundheitszustand der Augen geben.

Tonometrie: Wir messen den Augeninnendruck zu Beginn berührungsfrei und bei Bedarf mit einer 2. Methode.
Autorefraktion: Die Autorefraktion liefert eine erste objektive Messung der Sehstärke.
Subjektive Refraktion: In der anschliessenden subjektiven Refraktion ermitteln wir gemeinsam mit dem Patienten die optimalen Korrekturwerte für Brille, Kontaktlinsen oder Augenlaser.
OCT: Mit den hochauflösenden Querschnittsbildern der Netzhaut und des Sehnervs können wir nebst dem Glaukom Erkrankungen wie Makuladegeneration oder diabetische Veränderungen schon in sehr frühen Stadien erkennen.
Eidon: Dieses Gerät erstellt ein farbiges, detailreiches Foto des Augenhintergrunds. Es zeigt Netzhaut, Blutgefässe und Sehnerv auf einen Blick und ist ein wichtiges Dokument für Verlaufskontrollen.

Pentacam: Hierbei wird die Hornhaut dreidimensional vermessen und dient zur Erkennung von allfälligen Hornhautunregelmässigkeiten. Auch dient es zur Beratung wenn es um chirurgische Eingriffe zur Korrekturbehandlung (z.B. Augenlaser) geht.
Allfällige weitere Messungen sind im Untersuchungspreis von CHF 150.- jeweils inbegriffen.

Wie kann ich mich für eine Augenuntersuchung anmelden?

Während den Öffnungszeiten nehmen wir Ihre Anmeldung unter der Telefonnummer 033 225 20 95 entgegen. Ein Onlinetermin kann jederzeit über die Website: optometrie-aare.ch oder direkt via QR Code vereinbart werden.


Die Optometriepraxis Aare ist ein junges, innovatives Unternehmen mit Sitz in Thun, das sich auf moderne Optometrie und Augengesundheit spezialisiert hat. Mit einem frischen Ansatz verbindet das Team höchste fachliche Expertise mit persönlicher Betreuung, um die individuellen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten bestmöglich zu erfüllen.
Die Praxis legt besonderen Wert auf Prävention, moderne Diagnostik und eine angenehme, persönliche Atmosphäre. Als dynamisches Jungunternehmen ist sie in der Region Thun fest verankert und bietet eine zeitgemässe Alternative zu traditionellen Augenoptik- und Augenarztpraxen – mit viel Herzblut, Innovation und Menschlichkeit.
Die Gründer und Inhaber, Lukas Zurbuchen (links) und Manuel Wiederkehr, sind erfahrene Optometristen mit Masterabschluss, die ihre Fachkompetenz mit Empathie, Humor und Leidenschaft verbinden. Sie bringen ihre persönlichen Stärken und ihre langjährige Erfahrung ein, um die Optometriepraxis Aare als vertrauensvollen Partner für Augengesundheit in Thun und Umgebung zu etablieren.


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