Ehemaliger Thuner schenkt Freude – aus dem Seeland in die ganze Schweiz

Do., 15. April. 2021

Der Firmenname Millday steht für Werbeartikel und Textilien und ist ein Garant für Freude. Firmengründer Sascha Feuz ist als gebürtiger Berner Oberländer und ehemaliger Thuner heute von Lyss aus tätig. – Ein Gespräch mit dem einfallsreichen Start-up-Chef über das Geschäft, neue Ansätze und den Mut zum Handeln.

Die ersten drei Jahre sind für Unternehmen bekanntlich matchentscheidend und gehören in der Firmengeschichte oft zu den herausforderndsten. Trotz Businessplan, Marktkenntnis und Beziehungsnetz war es auch für die Firma Millday ein harter Brocken, als 2020 eintraf, was niemand voraussehen konnte. Zumal man genau in diesem verflixten, dritten Firmenjahr steckte und ein gutes Geschäftsjahr verbuchen konnte. Nichtsdestotrotz brachte die kolossale Krise beim kleinen Werbeartikel- und Textilien-Unternehmen in Lyss neue Ansätze und alte Werte hervor. Dazu Firmengründer Sascha Feuz: «Unser Business ist heute noch persönlicher und glücklicherweise auch wertiger geworden..

Geboren und aufgewachsen im Berner Oberland
Sascha Feuz hat seine Wurzeln im Berner Oberland: geboren in Frutigen, verbrachte er seine ersten Lebensjahre in Thun. «Es fliesst also auch Oberländer Blut in meinen Adern», lacht der sympathische Jungunternehmer und Vollblut-Verkäufer. Später zog die Familie Feuz nach Biel und er absolvierte da seine KV-Ausbildung. Nach dem Lehrabschluss arbeitete er sechs Jahre in einem Call-Center. Seine anschliessende berufliche Etappe führte ihn in den Aussendienst bei Lyreco: In dieser namhaften Büromaterial-Firma sammelte er wertvolle Erfahrungen und knüpfte wichtige Kontakte. «Ich wollte schon immer mal im Aussendienst arbeiten – das Verkaufen im persönlichen Dialog liegt mir sehr», weiss er. Dieses Engagement eröffnete ihm für sein späteres selbständiges Wirken eine richtungsweisende Chance: Als Key-Account-Manager war er in der Folge bei einem Werbeartikelunternehmen tätig. Nach einem Abstecher in die IT-Branche kam er wiederum als Key-Account-Manager zum Marktführer für Promotionsartikel: Bei Pandinavia erlebte er die ganze Bandbreite dieser Branche und erlag vollends ihrem Charme.

Am Anfang war mehr als eine Idee
«Im Herbst 2016 entschieden meine Frau Tabea und ich uns für die Selbständigkeit», erzählt er begeistert; wobei die Aufgabengebiete entsprechend ihren Ausbildungen auf der Hand lagen: Tabea kümmerte sich um das Marketing und Sascha um den Verkauf. Sie nahmen ihre Geschäftstätigkeit zuerst in ihrem damaligen Wohnsitz im solothurnischen Buechiberg auf. «Wir wohnten und arbeiteten am selben Ort – und ab und zu lieferte ein LKW etliche Paletten Ware in unser Wohnquartier», schmunzelt Sascha Feuz bei der Erinnerung an die Anfänge von Millday.
Das erste Jahr war ganz dem Aufbau verschrieben. Millday fokussierte sich bald ausschliesslich auf Werbeartikel und Textilien, was sich als richtig herausstellte. Ob Promotionsartikel, Werbeartikel, Werbemittel, Kundengeschenke, Giveaways, Fanclub-Artikel und Textilien wie etwa Arbeitskleider oder Sportclub-Tenues – Millday liefert das Entsprechende in der angestrebten Qualität und auf Wunsch veredelt, also mit Logo oder Schriftzug versehen.

Als die Jungunternehmer im März 2017 zum ersten Mal Eltern wurden, änderte das privat wie beruflich so Einiges. «Nach der Geburt unseres zweiten Kindes bauten wir das Millday-Team auf und zogen im Mai 2019 an unseren heutigen Geschäftssitz nach Lyss – Tabea widmet sich nun zu einem grossen Teil unseren Kindern sowie den Finanzen und der Strategie von Millday», führt der Familienmann und Verkaufsprofi aus. Die junge Familie wohnt jetzt in der Nähe von Lyss. «Unser Firmenstandort ist interessant und liegt verkehrstechnisch gut – man gelangt von da schnell überallhin», sagt Sascha Feuz. Er verdankt vieles seinem Schwiegervater und Mentor Herbert Trummer. Gemeinsam sassen sie Stunden zusammen und analysierten Marktfakten und Zahlen.

Millday steht für Freude
In der Schweiz gibt es rund 300 Unternehmen, die mit Werbe- und Promotionsartikel Handel betreiben. Davon tun dies zirka 50 in grösserem Umfang. «Wir gehören dazu», freut sich Sascha Feuz über die gute Marktstellung, die auch seinen Kundenkontakten zuzuschreiben ist. Dabei hält der ehemalige Thuner viel vom Netzwerken – und ist sowohl auf den Sozialen Medien wie auch physisch aktiv. Neukunden findet er oft dank Empfehlungen. Mittlerweile arbeiten insgesamt sechs Mitarbeitende bei ihm. Was heisst eigentlich Millday? Sascha Feuz antwortet: «Wir lieben Wortspiele und wir wollten einen speziellen Namen – dahinter steckt die visionäre Idee, jeden Tag einer Million Menschen mit unseren Produkten Freude zu schenken», erklärt er. Er ist überzeugt, genau dieser Spirit der Freude ist der springende Funke und für den Kunden spürbar. Kundenspezifische Anfertigungen gehören zum Spezialgebiet. Für sie blüht sein Team zu Höchstform auf und ist für Firmenkunden aus der ganzen Schweiz im Einsatz. Vorwiegend sind das kleine und mittlere Unternehmen aus den Branchen: Industrie, Hotellerie, Institutionen, aber auch (Sport-)Vereine, Klubs, Verbände und Organisationen. «Zu unseren Kunden zählen etwa: Hotel Cambrian Adelboden, TCS Camping, Motorex, Sunrise, BMC, Bigler Fleisch, Swiss Tennis, Adelbodner Mineralwasser und Bucher Hydraulics Frutigen», hält Sascha Feuz fest. Für PostFinance konnte Millday jüngst Thermobecher produzieren.

Schenken wird persönlicher
Momentan verändert sich der Messe- und Event-Markt: «Dieser wird vermehrt digital stattfinden», stellt Sascha Feuz fest, was auch sein Wirkungsfeld beeinflusst. Feuz stellt fest: «das Schenken wird persönlicher.» So lanciert er die Millday-Box für Mitarbeiter- und Kundengeschenke. Sie ist individuell und themenspezifisch konfektionierbar – mit Werbeartikeln oder Textilien für Bürobedarf, Haushalt, Elektronik, Mechanik, Kosmetik, Reisen oder Kulinarik. «Auch hier richten wir unseren Fokus auf eine hohe Qualität», betont der Seeländer und Premium-Promotionsartikelhändler.

Neue Ansätze
«Vor einem Jahr wurden bei uns 90 Prozent der Projekte annulliert», erzählt Sascha Feuz. Doch er und sein Team versuchten aus der Not eine Tugend zu machen. In Brainstormings entstanden neue, mutige Ansätze – so auch der frische Webshop für Privatkunden: „Gogogadget“. Hier startete alles mit einem Stuhl (siehe Bild oben), dem „Bungee-Chillout-Chair“. Dieser kam unbeschriftet in den privaten Gebrauch, wurde gesehen und nachgefragt. «So wuchs nach und nach die Idee, ausgesuchte Produkte auch für Privatpersonen zugänglich zu machen», erklärt er. Im Webshop gibt es aktuell zum Beispiel: Radio, Stuhl, Hängematten, Rucksäcke, weitere Outdoor-Produkte sowie Küchenutensilien – alles besondere Geschenk-Ideen und Gadgets ohne Werbeaufdruck! Ausserdem widmet sich Millday neben dem Firmenkundengeschäft dem Auf- und Ausbau der eigenen Kleidermarke „Amarillo“. Der ehemalige Thuner will am Ball bleiben, Arbeitsplätze sichern und weiterhin Freude schenken. Damit beweist er Mut zum Handeln – „Chapeau!“
Barbara Marty

MILLDAY GmbH, Werkstrasse 43, 3250 Lyss
Tel. 032 322 08 08 |
www.millday.com
www.gogogadget.ch |
www.amarillo.cc

 

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