Gute Stimmung auf der Baustelle – hier ist die Lebensstelle noch möglich

Do., 06. Mai. 2021

Die GLB Thun/Oberland im Gwatt beschäftigt rund 120 Mitarbeitende und wird von Rolf Scheidegger geführt. Ob planen, bauen oder einrichten – die GLB Bauleute lieben ihr Handwerk und kommen auch ökologischen Standards entgegen.

Die GLB wurde 1968 in Langnau als Genossenschaft gegründet und zählt heute über 14 000 Mitglieder. «Die Region Thun/Oberland gibt es seit bald 20 Jahren an diesem Standort – das werden wir im nächsten Jahr hoffentlich gebührend feiern können», freut sich Rolf Scheidegger, Geschäftsführer der Region.
2002 arbeiteten 40 Mitarbeitende im Gwatt – heute sind es 120. Zwar war man schon davor mit einer kleineren Gruppe Bauspezialisten als GLB in Uetendorf vertreten, doch sei man dazumal noch in der Region Bern Mittelland organisiert gewesen, erzählt Rolf Scheidegger.

Geschäftsführer: Rolf Scheidegger
Eigentlich ist Rolf Scheidegger ein langjähriger GLB Mitarbeiter und ein Baufachmann der ersten Stunde. Bei der GLB Emmental in Emmenmatt hat er bereits 17 Jahre gearbeitet – als Bauleiter übernahm er vorwiegend Projektleitungen und war vor allem beim Ausbau der Dienstleistungen für Küchen und Badezimmer zuständig. Anschliessend engagierte er sich während drei Jahren in einem Architekturbüro in der Region Langenthal. «Ich wollte noch etwas anderes kennenlernen», sagt er über diesen Job auf Planungsseite. Als ihn Peter Lehmann, GLB Betriebsleiter anfragte, ob er in der GLB Region Thun/Oberland die Geschäftsführung ab März 2020 übernehmen wolle, war er rasch zur Stelle: «Ich verspürte sofort ein innerliches JA, und die Wertschätzung freute mich sehr.»
Schon mein Vater arbeitete auf dem Bau, berichtet Rolf Scheidegger. Aus diesem Grund hat der gelernte Hochbauzeichner nach der Lehre bei der Firma Marazzi als Handlanger gearbeitet, um Praxis zu erwerben. Darauf konnte er die verkürzte Maurerlehre absolvieren. Anschliessend besuchte er berufsbegleitend die Bauführerschule IBZ Bern und schloss sie im Jahr 2000 erfolgreich ab. Im Oktober 2000 wechselte Rolf Scheidegger von der Firma Marazzi zur GLB. Bei der GLB Emmental war er dann bis Mai 2017 tätig.

Der zweifache Vater ist überzeugt: «Energetisches und ökologisches Bauen wird absehbar absolut zentral werden – darauf haben wir bei der GLB auch schon reagiert.» Seit dem 1. März 2020 pendelt nun der umsichtige Bauprofi und sympathische Chef täglich vom Emmental nach Thun, wo er etwas bewirken und erschaffen will: «Wir planen den Ausbau unseres Standorts – und werden einiges investieren. Denn die guten Baujahre halten an und um mitzuhalten, braucht es eine hervorragende Infrastruktur.»

Planen, bauen und einrichten
Die GLB deckt alle Bereiche rund um die Themen planen, bauen und einrichten mit Know-how und entsprechenden Angeboten ab. Es arbeiten neben anderen Fachspezialisten Zeichnerinnen, Maurer, Malerinnen, Gipser, Plattenleger, Zimmermänner, Bau- und Möbelschreinerinnen, Dachdecker, Spengler, sowie Elektro-, Heizungs- und Sanitär-Installateure bei der GLB im Gwatt. «Darunter sind insgesamt 16 Lernende», vervollständigt Rolf Scheidegger seine Equipen. Schliesslich wolle die GLB dank einer möglichst breiten Baupalette jedem Kundenwunsch der Bauherrschaft entsprechen und mit gezieltem Fördern der Jugend auch für die Zukunft gerüstet sein.
Die GLB ist die kompetente Partnerin beim Planen von Sanierungen, Umbauten und Renovationen an Ein- oder Mehrfamilienhäusern oder beim Realisieren von Neubauten für Privat, Gewerbe oder Industrie. «An allen GLB Standorten gibt es eine Planungsabteilung mit erfahrenen Spezialisten für Projektanalysen, Sanierungskonzepte, Gebäudeanalysen, Baueingaben, Ausführungspläne, Submissionen und Bauleitung. Zudem vereint das Bauunternehmen alle Bauleistungen unter einem Dach. Schliesslich plant, fertigt und montiert die GLB Türen, Fenster, Treppen, Küchen und Möbel für das Ein- oder Mehrfamilienhaus.

In die «GLB line» gehören alle «inhouse» gefertigten Fabrikate wie etwa Fenster aus Holz oder Holz/Metall, Türen (innen/aussen); Küchenplanung und -ausführung, Treppen in Holz, sowie die gesamte Möbelfabrikation. «Wir machen alles – vom Sideboard, Tisch, Garderobe, Kleiderschrank bis zum Badezimmermöbel nach Mass», sagt Rolf Scheidegger.

Mit «GLB greenline» fit für die Zukunft
Geht es darum, die Heizung auszutauschen, das Dach zu sanieren oder die Fassade zu erneuern, ist dies auch der ideale Zeitpunkt für mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Schliesslich will der Bundesrat bis 2050 eine klimaneutrale Schweiz. Die GLB reagiert darauf mit ihrem neuen Angebot «GLB greenline». Denn ökologisches Bauen bringt in mancherlei Hinsicht Vorteile: Mit den neuen Energiestandards, einer entsprechenden Gebäudehülle, einer geeigneten Heizung, einem gut gedämmten Dach, neuen Fenstern, dem Einsatz spezifisch klimafreundlicher Baustoffe und einer ökologischen Umgebungsgestaltung, lassen sich mittelfristig nicht nur Kosten für Energie und Steuern einsparen, sondern auch Fördergelder beziehen.

Dabei profitieren Kundinnen und Kunden der GLB von langjähriger Erfahrung und Fachwissen in den Bereichen: Energieberatung, GEAK, Gebäudehülle, Photovoltaik, Energiespeicherung, Wasseraufbereitung, Wärmeerzeugung, Lüftungsanlagen, Smart Home, ökologische Baustoffe, Asbest- und Schadstoffsanierung sowie Gartenbau. «Dank gebündelter Fachkompetenz sind wir idealer Ansprechpartner, wenn es um das energetische und ökologische Bauen, Sanieren und Einrichten geht», bringt es Walter Gerber, GLB Unternehmensleiter auf den Punkt.

Die Kriterien rund um das Thema Gebäudesanierung sind sehr komplex. Viele sind damit überfordert. Hier treten die «GLB greenline»-Fachleute auf den Plan: Sie füllen gemeinsam mit den Liegenschaftsbesitzern unverbindlich und kostenlos den «GLB greenline»-Check aus und zeigen die vielseitigen Möglichkeiten auf, wie das Objekt für die Energiestrategie 2050 des Bundes fit gemacht werden kann. Damit erhalten die Bauherren konkrete Anhaltspunkte, wie die Sanierungskosten über mehrere Jahre verteilt werden und wo sie von Fördergeldern, Steuereinsparungen sowie geringeren Kosten für den Energieverbrauch profitieren können.

Handwerksleute sind gefragt
Zwar bildet wie überall im Baugewerbe auch bei der GLB Thun/Oberland unter den Mitarbeitenden das männliche Geschlecht den Löwenanteil. Dabei sind die Handwerkerinnen in der Genossenschaft gemäss Rolf Scheidegger beliebt und sehr willkommen. Ob als Lernende oder ausgebildete Berufsleute, gerne hätte man im Betrieb einen höheren Frauenanteil. «Bei uns arbeiten momentan zwei Lernende als Malerinnen, eine Lerndende als Elektroinstallateurin, eine Zeichnerin, zwei Möbelschreinerinnen und drei Mitarbeiterinnen in der Administration», zieht Rolf Scheidegger die Gender-Bilanz für seine Region. Dieses Bedürfnis möchten wir in Zukunft besser abdecken, betont er. Sehr gefragt sind ihm nach Handwerksleute mit zwei Berufen, wie zum Beispiel Gipser- und Maler-Berufsleute. Wenngleich in diesem Moment ganz vieles sich verändert, gibt es in der Baubranche und also bei der GLB Ausbildungsplätze und Jobs mit Zukunft – und durchaus mit Lebensstellen-Potenzial!
Barbara Marty

GLB Genossenschaft Region Thun/Oberland
Moosweg 11, 3645 Gwatt
Telefon 033 334 78 00 www.glb.ch | www.glb.ch/greenline

 

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